Microcontroller-Starterkits



Ausgabe 1





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Prop Dev Board für den

Propeller-Chip

Als erster Mitbestreiter stellt Andreas Jakob hier sein entwickeltes Propeller-Board vor. Dieses Board wurde entwickelt, da ihm die anderen zum damaligen Zeitpunkt existierenden Boards zu wenig boten oder auch einfach zu teuer waren. Sein Board dagegen bietet auf einer Fläche von 80x100 mm eine Menge Bestückoptionen. Da auf dem Board ein VGA-Anschluss, ein Video-Ausgang, sowie ein Stereo-Audioausgang vorhanden sind, eignet sich dieses Board unter anderem auch für Videoanwendungen. Dabei können neben Standardanwendungen auch Spiele programmiert werden, da ebenfalls zwei Anschlüsse für Spiele-Controller vorhanden sind. Eine Tastatur, eine Maus und ein Funkmodul können ebenfalls auf dem Board bestückt werden. Die Spannungsversorgung kann mit einem handelsüblichen Steckernetzteil erfolgen. Es ist lediglich auf die Polarität zu achten. Das Bemerkenswerte an dem Board ist, dass fast alle Komponenten auch von einem ungeübten Anfänger aufgelötet werden können, da bis auf die Festspannungsregler, der SD-Kartenslot und das Funkmodul, alle anderen Bauteile bedrahtete Bauelemente sind. Das Board kann entweder über USB mit den ProgPlug oder über RS232 mit einem einfachen 9-poligen SUB-D-Kabel programmiert werden. Ein kostenloses Entwicklungstool, dass bei Parallax herunter geladen werden kann, rundet die ganze Sache ab.

Schaltung

Als erstes ist es wichtig, dass auf die richtige Polarität des Steckernetzteils geachtet wird. Deshalb sollte das Board zuerst ohne die steckbaren IC’s betrieben werden. Leuchtet die LED, so ist dies schon mal ein gutes Zeichen. Nun kann über die 20-polige Erweiterungsleiste geprüft werden, ob die richtigen Spannungen anliegen, d.h. ob die beiden Festspannungsregler an der richtigen Stelle platziert wurden. Der 3,3V-Regler hat den Aufdruck N05A oder N05B und wird auf der Platinenoberseite bestückt. Der 5,0V-Regler den Aufdruck N06A oder N06B und wird dementsprechend auf der Platineunterseite bestückt. Für einen manuellen Reset gibt es den Taster S1. Der Quarz von 5 MHz kann durch eine PLL den Propellerchip bis 80 MHz takten.

Programmierung

Der Propellerchip kann entweder über den Prop-Plug programmiert werden oder über eine RS232-Schnittstelle. Dazu müssen beim Jumper JP1 nur die entsprechenden beiden Jumper gesetzt werden. Die dazugehörigen Positionen sind auf der Platine mit einem dicken Strich markiert. Bei Verwendung der RS232 findet ein normales 9-poliges SUB-D-Kabel (Stecker/Buchse) Verwendung. Ohne EEPROM bleibt das Programm allerdings nach einem Reset bzw. nach dem Ausschalten nicht erhalten. Um den zu umgehen kann in dem seriellen EEPROM IC3 das Programm abgelegt werden.

Sonstige Komponenten


Beim IC6 handelt es sich um ein Verstärker-IC, das über die Klinkenbuchse X5 ein Stereosignal zur Verfügung stellen kann. Zur Datenspeicherung gibt es den SD-/MMC-Karten-Slot, für Kommunikation über Funk die Möglichkeit ein Funkmodul vom Typ RFM12 zu bestücken. Alle anderen Anschlüsse wie die Mini-DIN-Buchsen, SUB-Stecker, VGA-Anschluss und Video Out sind steckbar und können über Jumper auch komplett von Propellerchip getrennt werden. Die Steckverbinder SV1 und SV2 können nach Belieben mit einer Buchsenleiste oder einer Stiftleiste bestückt werden, entweder für Erweiterungszwecke oder Messzwecke – oder auch einfach entfallen. Lediglich das RFM12 Funkmodul kann nicht getrennt werden, falls es bestückt ist.


Jumper

PropPlug aktiv

RS232 aktiv
Über zwei Jumper lässt sich zwischen RS232 und Prop-Plug Anschluss umschalten.


Audio enable/disable

Ebenfalls über zwei Jumper wird festgelegt, ob der Stereoausgang angesteuert wird.

VGA enable/disable

Sind alle drei Jumper gesetzt, ist der VGA-Port verfügbar.



enable/disable

Der mit "AS" beschriftete Jumper dient dem aktivieren des "Aural Subcarrier".


Bestückung

Die Bestückung sollte auch für mit dem Lötkolben ungeübte in einer Stunde zu schaffen sein. Wichtig ist nur mit den niedrigsten Bauteilen anzufangen, da es sonst wegen der engen Bestückung später Probleme geben könnte. Die Positionen der Bauteile und die Bezeichnungen bzw. Werte lassen sich gut über den Bestückungsdruck auf der Platine erkennen, zusätzlich befindet sich in der Dokumentation ein Bestückungsplan.

Begonnen wird mit den beiden Spannungsreglern vom Typ LM1117. Der 3,3V-Regler mit der Beschriftung N05B kommt auf die Oberseite und der 5V-Regler mit der Beschriftung N06A auf die Platinenunterseite an gleicher Position. Als nächstes folgt der SD-Karten Sockel. Dieser wird von zwei Plastikstiften in Position gehalten. Die vier Lötpads an den Rändern des Sockels sorgen für den nötigen Halt. Dann die folgen die restlichen Bauteile, die flachsten natürlich zuerst.

Bei der 3,5mm Klinkenbuchse für den Lautsprecher bzw. den Kopfhörer muss man beim Einlöten darauf achten, dass diese gerade sitzt. Die Audiobuchse muss zudem wie folgt bearbeitet werden: Der Pin der der RS232 Buchse am nächsten ist, muss mit einer Zange vorsichtig um 90 Grad gedreht werden.

Minimalbestückung

Wer für den Anfang nur das absolut nötigste bestücken möchte, benötigt folgende Bauteile:
  • Die beiden Spannungsregler IC4 und IC5
  • Die Hohlsteckerbuchse J1
  • IC-Fassung für den Propeller-Chip IC1
  • Das 5 MHz Quarz Q1
  • Alle Kondensatoren außer die 100nF, 10nF und 22uF die sich direkt am Audio-IC bzw. der Audio-Buchse befinden.
  • Den MAX3232 (IC3) sowie der 10K-Widerstand (R13) links davon.
  • Den Transistor 2N3904 (Q2)
  • Die 2x3 polige Stiftleiste (JP1)
  • Die 9 polige D-Sub Buchse für die RS232-Schnittstelle
  • Außerdem ein paar Jumper.

Damit lässt sich der Propeller schon mal in Betrieb nehmen und programmieren.

Für die Komplettbestückung gibt es weiter unten die gesamte Bauteileliste.

Inbetriebnahme

Für erste Tests kann man die vielen Beispielprogramme der Parallax-Entwicklungsumgebung ausprobieren, diese sind alle mit dem Board kompatibel.

Die SD-Karte kann mit dem Femto-Basic Interpreter getestet werden, der im Parallax Object Exchange erhältlich ist. Das Programm muss aber über Variablen erst auf das "Demo-Board" eingestellt werden. Achtung: Nicht alle SD-Karten funktionieren mit diesem Treiber!

Bauteileliste

Bestückungsplan

A1 A1 Funkmodul RFM12

Platinenoberseite

C1 C2 C3 C4 0,1 µF
C9 C11 10 µF
C15 C6 C7 C8 22 µF
C10 C12 C13 C14 C16 C17 C21 100nF
C18 C19 C20 10nF
D1 LED 3mm
IC1 P8X32A-D40
IC2 MAX3232
IC3 AT24C512-10PU
IC4 LM1117MPX-3,3
IC5 LM1117MPX-5,0
IC6 TDA 7050
J1 Hohlsteckerbuchse
JP1 Stiftleiste 2x3-polig
JP2 JP3 JP4 JP6 JP7 JP8 JP9 JP10 Jumper 2-polig
JP5 Stiftleiste 2x10-polig
R1 R3 R5 R7 R8 240 R
R2 R4 R6 470 R
R9 1k1
R10 R12 560 R
R11 270 R
R15 R17 R21 10k
R14 R16 20k5
R18 R19 220k
R24 100R
RN2 4 x 100 R SIL 8-4
RN3 4 x 10 k SIL 5-4 10K
RN4 4 x 150 R SIL 8-4 150
RN5 6 x 10 k SIL 7-6 10K
S1 Reset-Taster
Q1 Quarz 5,000 MHz
Q2 2N3904
X? X? SUB-D-Stift 9-polig
X? SUB-D-Buchse 9-polig
X? VGA-Buchse
X5 EBS 35 Audiobuchse
X? Mini-Din Buchse violett
X?

Mini-Din Buchse grün

X? SD-Card Sockel
X? Cinch Buchse


Sonstiges
Jumper 10 Stück


Fassungen
1 x Sockelleiste 5-polig für die Widerstandsnetzwerke (*1)
1 x Sockelleiste 5-polig für die Widerstandsnetzwerke (*1)
1 x Sockelleiste 7-polig für die Widerstandsnetzwerke (*1)
2 x Sockelleiste 8-polig für die Widerstandsnetzwerke (*1)
1 x IC-Sockel 40-polig
1 x IC-Sockel 16-polig
2 x IC-Sockel 8-polig

(*1) kann aus 2 Präzisionsleisten vom Typ SIP20 gefertigt werden

Buchsenleiste 1 x 20-polig RM2,54 Bauhöhe 8,5mm für Aufsteckerweiterung


Distanzbolzen 4 Stück


Schrauben 4 Stück


Audio-Zubehör
CL BOX 2.0 240 Lautsprecher + Verstärker
Cinchkabel 2 Meter AVK 138
Klinke 3,5 auf 2 x Cinch 3 m AVK 206


Spannungsversorgung
Netzteil SNT 3129


Weitere Infos und Downloads im Internet

Parallax

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www.microcontroller-starterkits.de
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